Kurzkonzept

Ev. FamZ Friedenau

Sachsenweg 3

48565 Steinfurt

 

fz-friedenau-steinfurt@ekvw.de

02551/610

 

Konzeption (Kurzversion)

Mit unserem Kurzkonzept erhalten alle Interessierten einen kleinen Einblick über uns und unsere Arbeit im ev. FamZ Friedenau.

 

Die Grundlage unserer Arbeit ist im Kinderbildungsgesetz verankert und mit der Bildungsvereinbarung NRW begründet. Wir als KiTa haben einen eigenständigen Erziehungs- und Bildungsauftrag, welcher mit der Aufnahme des Kindes beginnt und eine enge Zusammenarbeit mit dem Elternhaus bzw. den Erziehungsberechtigten erfordert, die sogenannte Erziehungspartnerschaft entsteht. Im Mittelpunkt steht immer das Kind mit seinen Interessen und seiner Entwicklung.

 

Unserer Einrichtung

Seit mehr als 65 Jahren gibt es den Kindergarten Friedenau in Steinfurt. Zuerst war die evangelische Kirchengemeinde unser Träger, nun mehr als 20 Jahren ist es der ev.Tv.- KiTa ST-COE-BOR mit Sitz in Münster.

Unsere Einrichtung umfasst 4 Gruppen und betreut im Schnitt 70 Kinder im Alter von 0 Jahren bis Schuleintritt.

Innerhalb der Öffnungszeit 07:00-16:30, Freitag 07:00 bis 14:00 haben die Eltern die Möglichkeit, unter verschiedenen Buchungsmodellen zu wählen (25 Std, 35 Std. oder 45 Std).

 

Wer sind wir?

Zurzeit besteht unser multiprofessionelles Team aus 12 pädagogischen Fachkräften, einer Fachkraft für Inklusion, Alltagshelfer und einer Zauberfee in der Küche. Ergänzt werden wir jedes Jahr durch FOS-Praktikanten, PiA Auszubildenden, Erzieher im Anerkennungsjahr.

Zwei Lesepaten unterstützen uns zweimal in der Woche. Wir heißen jeden willkommen, gleich seiner Persönlichkeit, gleich seiner Herkunft, seinem Glauben, seinem kulturellen Hintergrund.

Wir verstehen uns als…

       Bezugsperson und Ansprechpartner der Kinder

       wahrnehmende Beobachter jedes Kindes, um gezielt ein Bild des Kindes geben zu können

       Unterstützung in Einzel- oder Gruppenkonflikten

       Impulssetzer in der Bildungsarbeit

       Wegbegleiter der Familien in einer ereignisreichen Zeit

       Vorbilder für den Umgang miteinander

 

Unsere pädagogischen Grundsätze:

       jedes Kind wird wahrgenommen, geachtet und gefördert. Ziel ist es, das Kind in seiner jetzigen und zukünftigen Lebenssituation zu stärken

       jedes Kind hat sein eigenes Entwicklungstempo

       Inklusion wird gelebt und ist selbstverständlich, unser Gedanke: es ist normal, verschieden zu sein

       Kulturelle Integrationsarbeit fördert Akzeptanz, Offenheit, Neugierde und Akzeptanz anderer Kulturen

       Die KiTa ist unterstützend und ergänzend für Familien da:

Das Recht und die Pflicht der Eltern zur Erziehung werden hierdurch nicht berührt.

 

Unsere Arbeit

Wir sehen jedes Kind in seiner Einzigkeit, mit seinen Stärken und seiner Persönlichkeit. Uns ist wichtig, die Kinder individuell zu begleiten, sie sollen zu:

       selbständigen

       selbstbestimmten

       selbstbewussten

Persönlichkeiten heranwachsen.

 

Unsere pädagogischen Schwerpunkte:

christliche Erziehung und Wertevermittlung

wir legen Wert auf einen freundlichen und wertschätzenden Umgang miteinander und eines jeden einzelnen. Gemeinsam feiern wir christliche Feste und wöchentliche Andachten. Wertfrei begegnen wir einander.

Partizipation

Die Kinder gestalten ihren Kindergarten(-alltag) bei uns mit!

Hierzu finden auf Gruppenebene Kinderkonferenzen statt, hieraus bildet sich der Kinderrat, der die Anliegen aus den Gruppen vorträgt, es wird beratschlagt, abgestimmt und gemeinsam umgesetzt was möglich ist. Wir stärken die Kinder in ihrem Tun und Fördern das Vertrauen in sich selbst

Gesundheit und Bewegung, Ernährung, seelische und geistige Ausgeglichenheit, Körperbewusstsein

Gesundheitsförderung schreiben wir groß! Wir bringen Bewegung in den Alltag, achten auf eine ausgewogene Ernährung und stärken die Ressourcen der Kinder. Uns eist es wichtig, dass die Kinder ein Gespür für sich bekommen und was Ihnen und ihrem Körper guttut. Projekte, wie z. B. Sonnenschutz oder „Das Bin Ich“ unterstützen unser Anliegen

Umwelt und Nachhaltigkeit

Die Kinder sollen ein Bewusstsein für unsere Welt bekommen, also: Licht aus, Müll trennen und mal was anpflanzen! Unsere Umweltdedektive wissen Bescheid.

 

Wir arbeiten im teiloffenen Konzept

🌼 Was bedeutet „teiloffenes Konzept“?

In einem teiloffenen Konzept verbinden wir die Sicherheit einer festen     

Gruppe mit den Chancen der offenen Bildungsräume. Für Kinder heißt das: Sie haben einen vertrauten Gruppenraum als sicheren Ausgangspunkt – und gleichzeitig die Möglichkeit, je nach Interesse weitere Räume zu nutzen.

 

⭐ Die wichtigsten Elemente des teiloffenen Konzepts

 

1. Feste Stammgruppe als sicherer Anker

·         Jedes Kind gehört zu einer Stammgruppe mit festen Bezugserzieher*innen.

·         Hier finden Ankommen, Morgenkreis, Geburtstage und wichtige Rituale statt.

·         Die Gruppe gibt Orientierung, Beziehung und Sicherheit

·         Jeder Gruppenraum hat einen Schwerpunkt, der nicht festgelegt und veränderbar ist.

 

2. Offene Bildungsräume für selbstbestimmtes Lernen

Zusätzlich können die Kinder – je nach Entwicklungsstand – weitere Räume nutzen, z. B.:

·         Atelier (Kreativität, Farben, Materialien)

·         Bewegungsraum (Körpererfahrung, Motorik)

·         Sterntalerzimmer (Ruhe, Rückzug, Rollenspiel)

·         Kindercafé (Essen, gemeinschaftliches Tun, soziale Erfahrungen)

·         Außengelände mit Kletterbereich, Bobbycarbahn, Sandspiel, Naturbereich …

So erlebt jedes Kind: „Ich darf ausprobieren, was mich interessiert.“

 

3. Pädagogische Begleitung

Unsere Fachkräfte verteilen sich nach Plan in den verschiedenen Räumen. Sie:

·         beobachten, begleiten und unterstützen

·         regen Lernprozesse an

·         dokumentieren Entwicklungen

·         sorgen für Sicherheit und Struktur

Wir geben Freiräume – aber niemals „Freilauf“.

 

🌱 Warum dieses Konzept gut für Kinder ist

✓ stärkt Selbstständigkeit und Selbstvertrauen

Kinder entscheiden: „Was interessiert mich gerade? Wo möchte ich lernen?“

✓ fördert soziale Kompetenzen

Die Kinder begegnen mehr Kindern als in einer geschlossenen Gruppe – das erweitert ihr Sozialverhalten.

✓ passend zu individuellen Interessen und Lernwegen

Z. B. können Bewegungsfreudige häufiger in den Turnraum, Kreative ins Atelier.

✓ Vorbereitung auf die Schule

Offene Lernräume ermöglichen selbstorganisiertes, neugieriges Lernen – eine wichtige Kompetenz für die Schule.

 

🧠 Was bedeutet das für den Alltag der Kinder?

·         morgens Ankommen in der Stammgruppe

·         gemeinsamer Start in den Tag

·         anschließend Nutzung der Funktionsräume

·         Mittagessen – oft gruppenübergreifend – im Kindercafé

·         nachmittags freie Spiel‑ und Bildungszeit

·         feste Rituale, Projekte und Kleingruppenangebote

🤝 Zusammenarbeit mit Eltern

Wir informieren Eltern regelmäßig über:

·         Beobachtungen & Entwicklungsdokumentation

·         Projekte in den Funktionsräumen

·         Veränderungen im Tagesablauf

·         partizipative Elemente im Alltag

Transparenz schafft Vertrauen – und macht sichtbar, wie viel Lernpotenzial ein teiloffenes Konzept bietet.

 

Dokumentation

In unserer Einrichtung kommen zwei Screeningverfahren zur Entwicklungsbeobachtung zum Einsatz: BasiK und BiKo, beide ab 3 Jahren. BasiK ist für Sprache und BiKo bildet die motorische, mathematische und sozial-emotionale Entwicklung ab. Unerlässlich ist die wahrnehmende Beobachtung der Fachkräfte jedes Kindes, hier geht es um die Bildungsarbeit und deren pädagogischen Inhalte, dokumentiert über die „Ich-Ordner“ der Kinder.

Es finden hierzu jährlich (Schulanfänger 2x) Elterngespräche statt.

 

Wichtige Zeiten

       Eingewöhnung, eine wichtige und intensive Arbeit unserer KiTa, da hier der Grundstein einer gelungenen Kita-Zeit gelegt wird

Kind zentriert und Eltern orientiert: Individuell besprechen und gestalten wir gemeinsam mit den Eltern die Eingewöhnung den Blick aber immer auf das Kind. In der Regel sollten die Eltern ca. 4-6 Wochen einplanen

       Übergang in die nächste Gruppe

Ca. 8 Wochen vor den KiTa-Sommerferien bereiten wir die Kinder auf den Gruppenwechsel vor. Besonders im Blick haben wir dabei die Mäusekinder, die nun Drachenkinder werden. Die ersten „Ausflüge“ werden intensiv begleitet

       Übergang in die Wackelzahngruppe (letzte KiTa Jahr)

Lang fiebern die Kinder darauf hin, endlich einer der Großen zu sein. Bereits vor den Sommerferien trifft sich die neue Wackelzahngruppe, um sich zu beschnuppern und sich über das Kommende auszutauschen.

       Abschied

Gemeinsam mit den Kindern wird das Abschiedsfest 2 Wochen vor den Sommerferien geplant. Kein Fest gleicht dem Anderen und ist individuell.

 

Elternarbeit

Zusammenarbeit mit Eltern und Erziehungsberechtigten ist uns ein wichtiges Anliegen im Sinne Vertrauensvolle des Kindes.

Regelmäßige Elterngespräche, Infoveranstaltungen für Eltern und das Elterncafé spielen ebenso eine Rolle wie die Mitwirkung im Elternbeirat und/oder bei Festen und Veranstaltungen.

Unser Ziel ist es, eine Erziehungspartnerschaft mit allen Eltern einzugehen, um gemeinsam die Bildung und Erziehung der Kinder zu fördern und stärken. Eine gegenseitige Wertschätzung, Anerkennung und Unterstützung sind daher unverzichtbar, um den Kindern die Entwicklung eines positiven Selbstbildes zu ermöglichen.